Dass wir uns nur nicht missverstehen: ich spende regelmäßig.
Mit zunehmender Sorge allerdings betrachten wir Spender unsere Spendennehmer.
Dort, wo das Geld am dringendsten gebraucht wird, sind die Menschen besonders fragwürdig: Männer mit Handtüchern auf dem Kopf, die ihre Frauen wie Hausziegen halten, produzieren Babies am laufenden Band. Dazu braucht man bekanntlich nur wenig Geist. Aber auch andere Kenntnisse gehen ihnen ab.
Für das Jahr 2035 werden 9 Milliarden vorhergesagt. Von Experten. Die Zahl der Spendenempfänger wird erkennbar dramatisch zunehmen , die der Spender erschreckend stak abnehmen.
Noch so eine teuflische Dynamik der Leben erhaltenden Regelkreise?
" ... Frustriert in Arkadien? Von Arkadien träumten wir, als wir jung waren. Früher.
Heute weiß kein Schwein mehr, was das ist und wo das liegt, außer vielleicht der zuständige Europa-Subventionsbeauftragte.
Nicht deshalb, weil wir im Bus mit lauter am Berg erfahrenen Erfolgsbürgern die Landschaft abfuhren, und weil wir einvernehmlich anerkennend murmelnd feststellten, die EU habe hier Grosses geleistet.
Manchmal mussten wir Ziegentreibern ausweichen, die den Regen offenbar nicht ertrugen, auch ihre Ziegen nicht, die mutmaßlich eine Abkürzung über die EU-Infrastruktur suchten, sehr zum Ärger von Demitrios, unserem Busfahrer. Er mäkelte, dass es in der Mitte keinen weißen Strich gab. Vor allem darüber. Da musste jemandem die Energie ausgegangen sein, oder die Farbe - murmelte er.
Arkadien, mein Traumland, in dem sich die Faune tummeln. Noch so ein Mythos ist möglicherweise auf der Strecke geblieben.
Doch die Straßen, über die sich der Bus durch den Regen quälte, waren absolut einwandfrei: keine Löcher und keine Frostaufbrüche wie bei uns in Baldham in der Karl-Böhm-Straße. Blitzsauber einfach und leicht befahrbar. Ja, für Nymphen zu Tummeln ...
Mein Lektor Manfred meint dazu:
„Faune / Satyrn kopulieren in der griechischen Mytologie am liebsten mit blutjungen Nymphen. Es gab sie offenbar in Arkadien scharenweise an Bächen, Quellen, Teichen, Hainen etc. pp. Die bocksfüßigen dauererigierten Herren wussten vermutlich warum. Echte menschliche Jungfrauen waren vielleicht auch damals schon rar, und wenn, wurden sie gut bewacht. Und außerdem ziemlich zickig vermutlich."
Aber wieso haben sich die Faune vermehrt? Wegen der frustrierten Jungfrauen / Nymphen? Versteh ich nicht. Oder anders: wieso sind die Nymphen frustriert, wenn sich doch die Faune stark vermehrt haben? Versteh ich auch nicht. Dass sie wenig euro-subventiert werden, versteh ich aber sehr gut: Die EU muss sparen.
Warum wird am Nachmittag hier (und an späterer Stelle) kursiv geschrieben?“ (Wegen dem Nachmittag eines Faun von Claude Debussy. Deshalb!). ..."
(aus: “Frustriert in Arkadien" )
"Lenin in Jaroslawl - und andere Geschichten für Pendler mit Fernweh"
Zu beziehen über den Buchhandel ISBN 978-3-8316-1292-5
...und hier noch ein Standardwerk von P. E. Pahlberg:
"Rückkehr nach Kanderzino" -
Zu Besuch in einer schlesischen Heimatstadt - Textprobe:
" ...Ich verspüre das Bedürfnis, zu der Meute zu sprechen. Mit wenigen prägnanten Worten möchte ich ihnen begreiflich machen, dass Heimat nichts anderes ist, als ein ziemlich privates Luftschloss, ein Bau, den sich jeder von uns unter Umständen selbst aus dem flüchtigen Stoff Erinnerung zimmert, in dem man nicht wohnen kann, in dem aber die längst schlimm verfälschten Bilder von Eltern und Großeltern, dem Kindergarten, der Schule, der Erstkommunion oder der ersten Liebe gelagert sind. Wer weiß nicht, dass mehrere Schichten Staub über solchen Objekten lagern, obgleich man sie eines Tages dennoch bergen möchte, indem man bestimmte Orte besucht. Im meinem Fall zum Beispiel mein Kanderzino. - So etwa in diesem Stil ... "
Der Zähler weiter unten zählt die Zugriffe auf meine Seiten. Dazu muss man wissen, dass sich meine Seiten an die deutsche Elite wenden.
Wenn jeder, der hier zugegriffen hat, auch nur eines meiner Bücher gekauft hätte, könnte ich schon wieder so umerere 1000 € für Ärzte ohne Grenzen überweisen.